Please reload

Aktuelle Einträge

I'm busy working on my blog posts. Watch this space!

Please reload

Empfohlene Einträge

Wie Yoga Kinder unterstuetzen kann!

August 24, 2017

 

Können Kinder schon Yoga machen?

 

Yoga ist nichts, das man lernt oder sich aneignet. Yoga ist unser natürlicher Zustand. Das erkennt man am besten, wenn man Kinder beobachtet. Sie sind von Natur aus in einem Zustand von Yoga. Die ersten Bewegungen und Haltungen eines Menschen auf dem Weg seiner Entwicklung sind Yogahaltungen. Schon ein paar Monate alte Babies machen lässig die Cobra, den herabschauenden Hund oder sogar den recht komplizieren Ninja-Lunge. Und zwar mit einer so anatomisch korrekten Ausrichtung, dass ein Erwachsener davon nur träumen kann. Kinder haben den natürlichen Drang sich zu bewegen. Sie wollen ihren Körper erforschen und sich entwickeln. Es braucht sogar eine gesunde taktil-kinesthätische Wahrnehmung und ein gut ausgeprägtes Körperschema, damit das Gehirn eines Kindes sich auf allen Ebenen gut entwickeln kann. Sich selbst zu spüren, muss man genauso lernen und üben wie alles andere. Und das geht am besten über Bewegung, Körpererfahrung und somit Yoga.

 

Was für Erwachsene gut ist, kann für Kinder nur gut genug sein!

 

In einer Gesellschaft, die sehr schnell und von Reizen überflutet ist, braucht es manchmal eine Auszeit. Vor allem Kinder sind heutzutage vielen Herausforderungen des Alltags aussetzt. Sie müssen früh aufstehen, einige Stunden im Kindergarten oder in der Schule verbringen, müssen vielleicht sogar lange sitzen, sich konzentrieren, Leistungen erbringen, Konflikte lösen und dabei erst sich selbst kennenlernen. Yoga kann ihnen da eine sehr gute Hilfe sein, um in einer konstanten Gruppe ihre Themen des Alltags anzusprechen oder sich über den Körper auszudrücken. Auch Entspannung müssen Kinder erst lernen. Wenn Kinder mit Yoga beginnen, dann höre ich oft den Satz: "Yoga ist so langweilig!" Langeweile ist gut fürs Gehirn. Nach einigen Yogastunden lieben Kinder dann diese "Langeweile". Wo es zu Beginn noch langweilig ist, ein paar Minuten ruhig in der Endentspannung, Savasana, zu liegen, fordern Kinder diese Ruhe nach einigen Yogastunden schon ein und genießen die Momente der Stille. "Heute haben wir gar kein Savasana gemacht!" kommt dann manchmal sogar eine Beschwerde, wenn sich die Endentspannung einmal nicht ausgeht, weil andere Bedürfnisse der Kinder Priorität hatten.

 

Mein Kind kann nicht ruhig sitzen!

 

Diesen Satz in Bezug auf Kinderyoga höre ich mindestens so oft wie "Ich bin nicht flexibel!" in Bezug auf Yoga für Erwachsene. Eltern haben sich schon oft gewundert, wieso ihr Zappelphilipp plötzlich ganz ruhig auf einer Yogamatte sitzt und konzentriert Oooommm singt. Auch das ist Yoga. Unsere vorgefertigten Ansichten und Vorurteile über uns selbst oder andere zu hinterfragen und auch aufzulösen. Gerade für Zappelphilippe ist Yoga eine ideale Methode, um zu lernen, wie man sich selbst beruhigt und kontrolliert. Es gibt Kindern ein gutes Selbstwertgefühl, selbst über sich, ihren Körper und ihre Gefühle die Kontrolle zu haben. Kinder, die viel zappeln, ständig irgendwo dagegen stoßen, sich oft verletzen oder nicht ruhig sitzen können, haben oftmals ein Problem, sich selbst und ihren Körper zu spüren. Für diese Kinder kann Yoga sehr hilfreich sein! 

 

Authentisch sein!

 

Kinder sind authentisch. Sie verstellen sich nicht. Wenn sie einen schlechten Tag haben, dann kommen sie schon mit einem grimmigen Gesicht in die Yogastunde. Wenn sie fröhlich sind, dann wollen sie alle damit anstecken. Wenn sie traurig sind, dann gibt es auch schon mal Tränen und Trost von den anderen. Für Kinder ist es wichtig, ihre Gefühle zu spüren, zu benennen und auszudrücken. Noch besser, wenn das in einem sicheren Rahmen und einer vertrauensvollen und vertrauten Umgebung geschieht. Das gibt Kindern Sicherheit und Halt. Eine Kinderyogastunde ist daher auch nicht wirklich planbar. Die Kinder bringen die Themen in die Stunde mit. So kann es sein, dass ich zwar eine entspannte Stunde plane, aber es doch eine "Außer-Rand-und-Band" oder Lachyoga-Stunde wird. Kinder sind immer für eine Überraschung gut.

 

Spielen ist wichtig!

 

Kinder brauchen das Spiel. Kinder müssen kreativ sein. In Zeiten wo Kinder ständig früh akademisch gefördert werden und Leistungen erbringen müssen, soll eine Kinderyogastunde frei sein von Leistungsdruck und Erwartungen. Kinder sollen sich kreativ ausdrücken und frei bewegen. Eine Struktur, Regeln und Rituale sind gut für eine Kinderyogastunde, aber den Ablauf der Übungen und wie sie ausgedrückt werden, bestimmen die Kinder selbst. So kann es schon mal vorkommen, dass neue Yogaposen erfunden werden oder lustige Geschichten und Lieder entstehen. 

 

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!

 

Yoga ist der Weg zu mehr Bewusstheit und Klarheit der Gedanken. Ein kindliches Gehirn ist noch nicht fertig. Um in einem kindlichen Gehirn Klarheit und Bewusstheit zu schaffen, braucht es ganz andere Methoden als im Yoga für Erwachsene. Kinder müssen gewisse Basisfunktionen des Gehirns erst reifen lassen, damit das Gehirn gut funktioniert. Der Fokus liegt hier in der Förderung der Aufmerksamkeit und Reizfilterung, der Wahrnehmung der Umwelt und der Speicherung, Verarbeitung und Wiedergabe von Informationen. Wie heißt nochmal diese Yogapose? Was muss ich da machen? Was haben wir letzte Stunde gemacht? Wie heißen die Kinder in der Gruppe? Welches ist mein rechtes Bein? Wie fühlt sich diese Übung für mich an? Wo im Körper kann ich das wahrnehmen? Fühlt sich der Muskel angespannt oder entspannt an? Ein Kind muss erst lernen, sich in der Realität zurecht zu finden. Es muss erst im eigenen Körper ankommen und ein Selbstbild entwickeln. Das ist Mediation für Kinder. Fantasiereisen oder Methoden, wo ein Kind von der Realität entfernt wird, halte ich beim Kinderyoga nicht für sinnvoll. Es gibt viel mehr wichtigere Fähigkeiten, die ein Kind im Yoga üben kann: soziales Miteinander, Rücksicht auf andere nehmen, die eigenen Körpergrenzen kennenlernen, Fantasie im Spiel ausdrücken etc.


"Wenn wir jedem 8-jährigen Kind Meditation beibringen würden, könnten wir die Gewalt in der Welt  innerhalb von einer Generation beenden." 

 

Das sagte Dalai Lama. Yoga ist der Weg, um sich von schädlichen Einflüssen zu befreien und ganz ins eigene Selbst zu kommen, um sich selbst und andere mit Liebe, Achtsamkeit und Respekt zu behandeln. Wie wäre es, wenn Kinder auf ihrem Lebensweg und während ihrer Entwicklung von Yoga begleitet werden würden, um sich erst gar nicht von sich selbst zu entfernen. Wie wäre es, wenn Kinder sich schädliche Verhaltens- und Bewegungsmuster oder bremsende Glaubenssätze gar nicht erst angewöhnen? Welch eine schöne Zukunft wäre das für Kinder! Präventiv hat Kinderyoga einen unschätzbaren Wert für die körperliche, geistige und seelische Gesundheit.

 

Ein gut ausgebildeter Kinderyogalehrer/eine gute Kinderyogalehrerin ist essenziell!

 

Ein gut ausgebildeter Lehrer, eine gut ausgebildete Lehrerin ist nicht nur beim Yoga für Erwachsene essenziell, sondern speziell wenn ein Körper und ein Gehirn noch in Entwicklung stehen, sollte man besonders achtsam sein bei der Auswahl des Yogalehrers. Die Ausbildungen sind nicht staatlich geprüft und finden oftmals an einem oder höchstens an ein paar Wochenenden statt. Ein Kinderyogalehrer sollte ein Spezialist für Asanas sein, sich aber genauso mit Entwicklungspsychologie und Pädagogik auskennen, um ein Kind optimal begleiten zu können. Ein kindlicher Körper und ein in der Entwicklung befindliches Gehirn sind sehr sensibel. Sehr oft sehe ich falsch ausgeführte Yogaposen, überstreckte Ellbogen oder für den Rücken extrem schädliche Haltungen. Es werden oftmals auch ungeeignete Meditationen oder Fantasiereisen durchgeführt, wo Kinder eher lernen, sich geistig aus der Realität zu entfernen und sich in eine Fantasiewelt begeben. Das ist nicht der Sinn von Kinderyoga. Eine Übung richtig anzuleiten und die Kinder notfalls korrigieren oder bremsen zu können bzw. sie in ihrer Kreativität und Selbstwirksamkeit im Alltag zu unterstützen, ist wichtig, um Schäden zu verhindern und Kindern einen guten Umgang mit ihrem Körper und ihrer Seele beizubringen. Nur so kann Yoga Kinder in ihrer körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung fördern.

 

Bei Interesse an einem Kinderyoga Kurs finden Sie hier die aktuellen Kinderyogakurse. 

 

 

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Please reload

Folgen Sie uns!
Please reload

Schlagwörter
Please reload

Archiv
  • Black Facebook Icon
  • Black Instagram Icon

Kontakt

Sabine Ungerböck

Schneidergasse 3/10, 1110 Wien

0660 324 00 76

office@balancebodymind.at

 

 

Praxis

Arsenal Objekt 16/19, 1030 Wien

Impressum / Datenschutz

© Sabine Ungerböck - Balance Body Mind - 2016