Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

Es gibt nichts Beflügelnderes für die Seele, als etwas Neues zu beginnen. Im Reich des Unbekannten liegen die Wunder verborgen. Wer eine Veränderung will, der muss erstmal bei sich selbst beginnen, sich selbst kennenlernen. Es liegt ein wundersamer Zauber darin, die Aufmerksamkeit in den eigenen Körper zu richten, Sicherheit und Vertrauen in sich selbst zu finden, den eigenen Körper zu verstehen und auf ihn zu hören. Wer mit Yoga beginnt, entdeckt die kindliche Begeisterung wieder, sich zu entwickeln, die Lebendigkeit im eigenen Körper zu finden und zu wachsen.

Wenn man zu ersten Mal auf der Yogamatte steht, fühlt man sich oft nicht nur beflügelt, sondern auch entmutigt. Man beobachtet womöglich die anderen Teilnehmer, die schon viele Jahre üben, sieht Posen, die für einen lebensgefährlich wirken und versteht nicht, was der Lehrer von einem möchte. Man hat das Gefühl, man ist einem Land, dessen Sprache man nicht versteht oder in einem Zirkus mit Artisten gelandet. Es kommen einem Gedanken wie "Das werde ich niemals schaffen!", "Da breche ich in der Mitte auseinander!" oder "Nach der Pose kann ich wochenlang nicht mehr gehen!".

Nur nicht aufgeben!

Jeder Yogapraktizierende, der so wirkt als wäre er als Schlangenmensch oder graziler Verrenkungskünstler geboren worden, kennt diese Zweifel. Der Unterschied ist, er hat sie überwunden, hart an sich gearbeitet und nicht aufgegeben! Wie alles im Leben erfordert auch Yoga eine gewisse Disziplin, eine positive Einstellung und einen starken Willen.

Yoga sollte regelmäßig, über einen längeren Zeitraum, ohne Unterbrechung und mit einer positiven Einstellung praktiziert werden.

Wenn der innere Schweinehund erfolgreich zum Schweigen gebracht wurde, die inneren Zweifel überwunden wurden und die positive Wirkung von Yoga einen berauscht, dann neigt man oft dazu, alles sofort haben zu wollen. Das Ego möchte unbedingt die "fortgeschrittene" Variante der Yogapose ausführen, obwohl der Körper noch gar nicht so weit ist. Man will immer mehr und mehr. Das kann zu Verletzungen und weiterer Entmutigung führen.

Es geht nicht um die Pose, sondern darum, was du dir auf dem Weg dahin mitnimmst.